Wechseljahre
ZELLERFRISCHEND: Wechseljahre
Wechseljahre und Longevity: Jetzt wird Gesundheit neu gedacht
Hitzewallungen, schlechter Schlaf, Stimmungsschwankungen oder eine veränderte Körperzusammensetzung: Die Wechseljahre können sich bei jeder Frau anders bemerkbar machen.
Mit dem Übergang in die Menopause verändert sich insbesondere die Produktion der Sexualhormone. Das kann weit über die bekannten Hitzewallungen hinaus Bedeutung haben. Auch Knochenstoffwechsel, Schlaf, Körperzusammensetzung und das allgemeine Wohlbefinden können betroffen sein.
Zwei Gedanken aus unserer Podcastfolge
„Die Wechseljahre sind kein gesundheitlicher Abstieg. Sie sind ein guter Zeitpunkt, die eigene Gesundheit neu in den Mittelpunkt zu stellen.“
Und:
„Was früher nebenbei funktioniert hat, braucht jetzt manchmal mehr Aufmerksamkeit: Muskeln, Ernährung, Schlaf, Regeneration und Bewegung.“
Was sagt die Wissenschaft?
Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase. Beschwerden müssen trotzdem nicht einfach hingenommen werden.
Die wissenschaftliche Bewertung zeigt beispielsweise, dass eine menopausale Hormontherapie die wirksamste Behandlung gegen vasomotorische Beschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß darstellt und außerdem Knochenverlust und Frakturen vorbeugen kann.
Ob eine Hormontherapie infrage kommt, muss jedoch individuell beurteilt werden. Alter, Zeitpunkt seit Beginn der Menopause, persönliche Beschwerden, Vorerkrankungen und individuelle Risikofaktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.
Was kannst du selbst tun?
Gerade ab der Lebensmitte lohnt es sich, die eigene Muskelkraft aktiv zu erhalten. Regelmäßiges Krafttraining, ausreichende Bewegung und eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung werden wichtiger.
Auch Schlaf und Regeneration verdienen Aufmerksamkeit. Gleichzeitig können Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Körperzusammensetzung und Knochengesundheit sinnvolle Themen für die ärztliche Vorsorge sein.
Stärkere oder anhaltende Wechseljahresbeschwerden solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Das gilt auch für die Frage, ob eine Hormontherapie individuell sinnvoll sein könnte.
Wissenschaftliche Quelle
Hier würde ich eine sehr belastbare Quelle nehmen: das 2022 Position Statement der North American Menopause Society, heute The Menopause Society. Ein Expertengremium hat dafür die wissenschaftliche Literatur ausgewertet und Empfehlungen zur Hormontherapie formuliert.
Vollständiger Nachweis:
The 2022 Hormone Therapy Position Statement of The North American Menopause Society Advisory Panel. The 2022 hormone therapy position statement of The North American Menopause Society. Menopause. 2022;29(7):767–794. DOI: 10.1097/GME.0000000000002028. PMID: 35797481.
Ein wichtiges Ergebnis daraus: Eine Hormontherapie ist die wirksamste Behandlung für vasomotorische Beschwerden und das genitourinäre Syndrom der Menopause und kann Knochenverlust und Frakturen vorbeugen. Nutzen und Risiken unterscheiden sich jedoch unter anderem nach Alter, Zeitpunkt des Therapiebeginns, Art, Dosis und Dauer der Therapie. Deshalb empfiehlt das Expertengremium eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.
Du möchtest tiefer einsteigen? Mehr Hintergründe, Zusammenhänge und praktische Tipps hörst du in unserer vollständigen Podcastfolge 038 zum Thema Wechseljahre.
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